Hallo, ihr da draußen! Mein Name ist Brutus und ich bin ein 8 Wochen alter Maine-Coon-Mix-Kater, der seit gestern ein neues Zuhause hat.
Alles fing damit an, dass gegen 18 Uhr 2 fremde Menschen an unserer Türe standen und mich abholen wollten. Die Frau nahm mich auch gleich auf den Arm und wollte mich gar nicht wieder hergeben. Meine Mutti saß auf dem Sofa und half mir nicht, was ich ziemlich uncool fand.
Der fremde Mann setzte mich in eine große graue Box mit roten flauschigen Handtüchern und schloss das Gitter. Dann schwankte der Boden etwas und als nächstes fand ich mich in einem Auto wieder, die fremde Frau neben mir. Anfangs war alles noch recht lustig, aber dann wurde mir doch arg langweilig und ich fing an, zu mautzen, was das Zeug hielt. Die Frau schaute immer sehr besorgt und wollte mich streicheln. Irgendwann ließ ich mir dann das Kinn kraulen und schlief dabei ein. Wach wurde ich, weil der Boden schon wieder schwankte. Der Mann trug mich in der Kiste in ein mir völlig unbekanntes Haus. In der Wohnung angekommen, stellte er die Kiste gleich neben einem Raum, der total gefließt war. Eine zweite Frau gesellte sich hinzu und wollte mich aus der Kiste locken, aber ehrlich gesagt: ich hatte Angst, wollte das aber nicht zeigen. Nachdem die 3 endlich etwas Abstand genommen hatten, stolzierte ich aus der Kiste, als wäre dies das Normalste der Welt. Als ich in das neue Katzenklo hüpfte, freuten sich die 3 Menschen. Warum, blieb mir schleierhaft.
Danach ging es auf große Entdeckertour. Überall war etwas zum Schnuffeln, Anfassen, Anlecken. Einfach super! Nur dass in dem großen Käfig gar nicht meine Mutti saß, sondern ein Tier mit langen Ohren, was gar nichts sagte. Das jagte mir doch einen gehörigen Schrecken ein. Ich wollte aber nochmal an den Käfig heran, weil ich ja Brutus heiße und überhaupt nicht ängstlich bin. Aber da machte das Langohr einen Satz zu mir, dass ich vor Schreck einen Purzelbaum rückwärts machte. Zu dem Langohrmonster gehe ich nicht mehr. Pah!
Dafür habe ich jetzt einen Wahnsinns-Kratzbaum mit 3 Etagen, einer Leiter und einer Schlafbox. Von ganz oben habe ich einen Überblick über alles. Und dann gibt es da so eine Wand, wo immer ein grauer Kater genau so entlangläuft wie ich. Zwar hatte ich versucht, ihn mit den Pfoten zu fassen, aber das ging dann doch nicht. Eigenartig. Die drei Menschen haben ein schönes großes Sofa, auf dem man wunderbar herumtollen und die verrücktesten Sachen machen kann. Ich kämpfte mit Tischtennisbällen, großen gefährlichen Papierkugeln und einem Bindfaden. Aber ich würde ja nicht Brutus heißen, wenn ich nicht als Sieger aus all den Kämpfen hervorgegangen wäre. Bis 24 Uhr habe ich meine neuen Besitzer im Schach gehalten. Dann fielen mir die Augen zu. Mal sehen, was mich morgen Neues erwartet. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen