
Hallo, ihr da draußen. Hier ist wieder euer miezfideler Brutus! Vor allem die Kurzhaarige halte ich momentan ganz schön auf Trab. Kein Wunder! Sie hat ja auch keine Chance, zu fliehen, da sie in einem "Hoooomoffitz" arbeitet und ich immer parat bin - ob sie nun will oder nicht.
Seit vorgestern kann ich ja bekanntermaßen vom Minikratzbaum auf den Schreibtisch, aber auch auf die hohe Lehne ihres Bürostuhles springen - fliegen wäre eigentlich der bessere Ausdruck, denn ich bewege mich äußerst elegant. Nach ersten Bewunderungsrufen kamen dann die entsetzten Bitten "Nein, nicht". Aber das ignoriere ich als angehender Herr im Hause doch glatt. Der Schreibtisch des Großen ist auch viel zu interessant, als dass man sich von verängstigten Rufen einschüchtern lassen würde. Das Mehr-oder-weniger-Schwein findet es mittlerweile auch nicht mehr so lustig, dass ich meine Pfote in den Stall halte und ab und an auch mal treffe. Aber er ist doch so lustig, riecht halt nur etwas streng und scheint mich gar nicht so recht wahrzunehmen. Die Kurzhaarige sagt, Edmund - so heißt das Tier - sei blind. Aber warum schaut er dann immer in meine Richtung? Das verstehe ich nicht. Vielleicht muss ich dafür erst noch etwas älter werden. Der Große hat mir gezeigt, dass es wohl doch nicht so super ist, an der Tapete zu kratzen. Dafür kann ich mich jetzt am Sisalstamm des Kratzbaumes austoben. Warum hat man mir das nicht gleich gesagt?
Heute musste ich feststellen, dass es auch Nachteile mit sich bringt, wenn man größer wird: man passt nicht mehr in alle Lieblingsverstecke. Miez happens. Aber dafür bringt meine hohe Stimme alle drei im Hause sofort zum Schmelzen. Da werde ich spontan mit Koseworten überhäuft, so süß finden sie das. Hoffentlich gibts für Kater auch einen Stimmbruch. Oder doch nicht?
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